Erich Maria Remarque Jahr 1997/98Das »Remarque-Jahr 1997/98«
wurde anläßlich des 100. Geburtstags von Erich Maria Remarque vom Erich Maria Remarque-Archiv
in Zusammenarbeit mit der Universität und der Stadt Osnabrück von Mitte 1997 (4. Verleihung des Erich Maria
Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück) bis Ende 1998
(Lesungen aus dem Unbekannten Werk) durchgeführt. Höhepunkt der
Veranstaltungen war die förmliche
Eröffnung des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums am 19. Juni
1998.
Die Aktivitäten fanden nicht nur in Osnabrück, sondern
auch bundesweit und international großes Interesse. Abzulesen ist dies an den
über 900 Pressereaktionen, die in der Presse- und Medienberichterstattung
»Remarque-Jahr 1997/98« und weiteren Verzeichnissen dokumentiert sind, sowie an
den um 100 % gestiegenen Nutzerzahlen des Erich Maria Remarque-Archivs und dem
um 50 % erhöhten Besucheraufkommen der Erich Maria Remarque-Ausstellung.
Deutlich wird in der Presse- und
Medienberichterstattung, die im Erich Maria Remarque-Archiv erhältlich ist, daß
die vielfältigen Veranstaltungen des »Remarque-Jahres 1997/98« sowohl national
als auch international zu einer Neubewertung des Autors Remarque beigetragen
haben. Überschriften wie »Am besten was Neues« (FAZ), »Nooit in de hel
geweest. Osnabrück eert de ›nestbevuiler‹ Erich Maria Remarque« (Volkskrant,
Amsterdam), »A l'ouest, enfin du nouveau« (Livres Herbo, Paris) etc.
verdeutlichen diese unmittelbare Folge der Osnabrücker Initiativen.
Besonderen Anklang fanden dabei neben der förmlichen
Eröffnung des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums und der Dauerausstellung
»Unabhängigkeit. Toleranz. Humor« zu Leben und Werk des Autors u.a. die Filmwochen
Remarque: »›Das Auge ist ein starker Verführer‹. Retrospektive der Filme nach
Texten von Erich Maria Remarque« und das Remarque-Symposion zum Thema: »Erich
Maria Remarque. Leben, Werk und weltweite Wirkung«. Weitere Veranstaltungen
waren u.a. Die Nacht von Lissabon, eine Bühnenfassung und Inszenierung
von Hans-Jürgen Meyer nach dem gleichnamigen Roman von Erich Maria Remarque, im
Amateurtheater »probebühne« Osnabrück, die Sonderausstellungen »Elfriede
Scholz, geb. Remark. Im Namen des Deutschen Volkes. Dokumente einer
justitiellen Ermordung«, »›Das Auge ist ein starker Verführer‹: Erich Maria
Remarque und der Film« zur Rezeption und politischen Diskussion von
Verfilmungen nach Texten Erich Maria Remarques (beide im Foyer des
Remarque-Friedenszentrums) und »Eine Auto-Biographie auf Rädern. Erich Maria
Remarque und sein Lancia Dilambda«, die Präsentation von Remarques Lancia
Dilambda im Hotel Remarque, das Symposion Krieg und Literatur: »Kriegserlebnis
und Legendenbildung. Das Bild des ›modernen‹ Krieges in Literatur, Theater,
Photographie und Film« in der Stadthalle und die Filmwochen Erster Weltkrieg:
»Die Waffen nieder! Internationale Anti-Kriegsfilme zum Ersten Weltkrieg«. Im
Bereich der Publikationen wurden besonders ausführlich besprochen die
Remarque-Biographie Als wäre alles das letzte Mal von Wilhelm von
Sternburg, die mit Unterstützung des Remarque-Zentrums entstanden ist, sowie Das
unbekannte Werk, die Herausgabe unbekannter Texte von Erich Maria Remarque.
Eine weitere Folge des »Remarque-Jahres 1997/98« ist die
Steigerung der Anfragen an das Remarque-Friedenszentrum. Das Interesse von
Nutzerinnen und Nutzern des Erich Maria Remarque-Archivs stieg besonders im
schulischen Bereich in Form von Anfragen nach Einzelbetreuung,
Unterrichtsbegleitung und Filmvorführungen. Zahlreiche Kulturschaffende aus dem
bundesweiten und europaweiten Raum suchten die Zusammenarbeit mit dem Erich
Maria Remarque-Archiv bei der Vorbereitung von Veranstaltungen (Vorträgen,
Lesungen, Filmreihen) zum 100. Geburtstag des Autors. Auch für die Ausstellung
war ein überproportionaler Anstieg bei den Führungen von Schulklassen zu
verzeichnen.