Wanderausstellungen des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums

Gegen Übernahme der Transport und Versicherungskosten können folgende Wanderausstellungen vom Erich Maria Remarque-Friedenszentrum ohne Leihgebühr entliehen werden. Gerne sind wir auch bei der Gestaltung eines Rahmenprogramms behilflich.

 

 

Hunde im Krieg – Hunde als Waffe

22 Rollups (100 x 220 cm), 3 Medienstationen sowie zahlreiche Originalexponate.
Erstmals in Deutschland zeichnet die Ausstellung Hunde im Krieg – Hunde als Waffe die Geschichte der Verwendung von Hunden in Konflikten detailliert und anschaulich nach. Die Ausstellung bietet reich illustriert und an Hand von Originalexponaten Informationen zur Verwendung von Hunden im I. und II. Weltkrieg und im Vietnamkrieg mit einem Ausblick auf die Gegenwart. Dabei steht die historische Aufarbeitung der Thematik für das 20. und 21. Jahrhundert ebenso im Mittelpunkt wie die Darstellung des Einsatzes von Hunden im Krieg in den Medien (vor allem in Literatur, Comic und Film). Gezeigt werden auf mehr als 20 großformatigen Informationstafeln zeitgenössische Fotografien, Dokumente zur Verwendung von Hunden in den Kriegen des 20. und 21. Jahrhunderts auf Seiten aller Kriegsparteien. In Vitrinen werden Originalexponate präsentiert wie ein Fotoalbum eines deutschen Hundeführers aus dem II. Weltkrieg oder Beispiele zur Darstellung von Kriegshunden in den Medien. In Medienstationen werden u.a. ein Remake des Films Im Westen nichts Neues aus dem Jahr 1930 mit Hunden als Darstellern sowie ein amerikanischer Hunde-Rekrutierungsfilm aus dem II. Weltkrieg gezeigt.

 

Fotos zur Ausstellung

 

Bericht zur Ausstellung auf os1.tv.

 

 

Erich Maria Remarque – Militanter Pazifist/The Militant Pacifist

50 gerahmte Phototafeln (49: 50 x 70 cm; 1: 70 x 100 cm) und zahlreiche Originalexponate (Buchausgaben, Briefe etc.) zu Leben und Werk Erich Maria Remarques.
Die durchgängig deutsch-englisch gehaltene Ausstellung gibt an Hand von zahlreichen, zum Teil erstmals zu sehenden Fotografien und Originaldokumenten einen detaillierten Einblick in Leben und Werk Erich Maria Remarques. Der besondere Schwerpunkt liegt dabei auf seinem humanistisch-politischen Engagement und seine Entwicklung zum »militanten Pazifismus«. Zahlreiche Buchtitel internationaler Ausgaben verdeutlichen die weltweite Verbreitung der Schriften Remarques und geben zugleich einen Eindruck von mehr als 50 Jahren Geschichte der Gestaltung von Buchumschlägen. Nur wenig bekannte Aspekte wie Remarques Mitwirkung bei Filmen oder seine Hilfe für Emigranten im Schweizer und amerikanischen Exil werden ebenso thematisiert wie die Kontakte zu Marlene Dietrich, Thomas Mann und anderen. Insgesamt bietet die Ausstellung ein vielschichtiges Bild der komplexen Persönlichkeit Erich Maria Remarque, der in seinem Werk zugleich eine Chronik deutscher Geschichte im 20. Jahrhundert vorgelegt hat. Die Ausstellung ist auch als PDF erhältlich und kann auch in einer russisch-englischen Version ausgeliehen werden..
 
Blick in die Ausstellung

 

 

Der Weg zurück. Ausstellung zu Leben und Werk

51 Phototafeln (49: 50 x 70 cm; 2: 70 x 100 cm), eine Großbildtafel (120 x 200 cm) und zahlreiche Originalexponate (Buchausgaben, Briefe etc.) zu Leben und Werk Erich Maria Remarques.
Der Ausstellungstitel Der Weg zurück zitiert den Titel des gleichnamigen Remarque-Romans, der 1929/30 in Osnabrück fertiggestellt wurde und kaum verschlüsselt die Heimkehr des Soldaten Remarque aus dem Ersten Weltkrieg in seine Vaterstadt thematisiert. Obgleich es für den Autor keinen wirklichen »Weg zurück« mehr gegeben hat, blieb die Stadt Osnabrück für ihn ein fester Bezugspunkt und wurde in vielen seiner Romane zum Handlungsort mit Modellcharakter. Neben den Themen »Heimat Remarques« im engeren und weiteren Sinne geht es um eine Gegenüberstellung seines Lebens im Exil und der Vorgänge in seiner Geburtsstadt, die auch für andere Städte des Dritten Reichs Gültigkeit besitzen. Historisches Bildmaterial aus staatlichen Archiven ergänzt die Photos aus privatem Besitz, so dass die verschiedenen Stationen seines Lebens anhand authentischer Bilder illustriert werden. Hinzu kommen Originalmaterialien in Vitrinen. Die Ausstellung wurde bisher an mehr als 50 Orten des In- und Auslandes gezeigt.
 
 

 

Elfriede Scholz, geb. Remark. Im Namen des deutschen Vokes. Dokumente einer justitiellen Ermordung

81 Dokumente auf (40 lfd. m) Ausstellungstafeln und in vier Vitrinen.
Elfriede Scholz, Erich Maria Remarques Schwester, wurde von ihrer Vermieterin denunziert, am 30. Oktober 1943 wegen »Wehrkraftzersetzung« vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode durch das Beil verurteilt und am 16. Dezember 1943 in Berlin Plötzensee hingerichtet. Der dokumentierte »Fall Elfriede Scholz« ist einer unter Tausenden, die vom Volksgerichtshof verhandelt wurden. Er verdeutlicht, wie eine »normale« Bürgerin in die Mühlen des Apparates gerät und wie ihr keinerlei Chance gegeben wird zu entkommen. Dieses Entkommen ist nicht vorgesehen, die Rechtsstaatlichkeit ist lediglich Fassade, die der »justitiellen Ermordung« eine Legitimation verleihen soll. Die ausgestellten Dokumente sperren sich einer einfachen Zusammenfassung und zwingen zum genauen Hinsehen. Sie erschließen sich erst durch eine langsame und sorgfältige Lektüre der einzelnen Dokumente, die in drei farbig unterschiedlichen Leisten chronologisch angeordnet sind. Die drei Leisten behandeln auf der oberen Ebene die offiziellen, staatlichen Dokumente, auf der unteren Ebene die privaten Briefe im engeren und weiteren Familien- und Freundeskreis. Dazwischen liegt die Ebene der Vermittlungsversuche im Auftrag der privaten Seite mit der staatlichen Seite, Schreiben der Anwälte, Notare etc.

 

 

Im Westen nichts Neues. Das Manuskript

Auswahl von 10 Faksimileseiten des Originalmanuskripts von Im Westen nichts Neues.
Im Westen nichts Neues gilt heute weltweit als das Antikriegsbuch des 20. Jahrhundert, von einem Deutschen geschrieben. Der Titel ist synonym geworden für die Sinnlosigkeit des Krieges und für das sinnlose Sterben des einzelnen, »kleinen« Mannes in Konflikten, von denen andere profitieren. Bei dem im Herbst 1995 neu bekannt gewordenen und im Dezember 1995 für Osnabrück erworbenen Manuskript handelt es sich um zwei Manuskripte zu Im Westen nichts Neues, die beide mit »I.W.n.N.« betitelt sind. Die besondere Bedeutung der beiden Manuskripte liegt für den frühen vierseitigen Entwurf in dem autobiographischen Gehalt, für die vollständige Niederschrift in der Einzigartigkeit eines vollständig erhaltenen, handschriftlichen Überlieferungsträgers zu Im Westen nichts Neues sowie in den umfangreichen Korrekturen, die ein umfassendes Bild der Arbeitsweise Remarques an diesem weltberühmten Text bieten. Die kulturhistorische Bedeutung der Manuskripte geht jedoch weit über ihren wissenschaftlichen Wert hinaus. Sie liegt in der Symbolik der Manuskripte als Kulturerbe der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts.
 

 

 

Hans Calmeyer und die Judenrettung in den Niederlanden

28 Tafeln (50 x 70 cm).
Die Ausstellung thematisiert das Leben und Werk des Osnabrücker Rechtsanwalts Hans Calmeyer (1903–1972), der während der deutschen Besatzung der Niederlande Tausende von Juden vor der Deportation und damit vor der Ermordung in den NS-Vernichtungslagern bewahrte. Sie wird am 23. Juni 2003 anläßlich Calmeyers 100. Geburtstag eröffnet. Schwerpunkt der Ausstellung ist Calmeyers Zeit in den Niederlanden. Thematisiert wird, wie die „Dienststelle Calmeyer“ in die deutsche Besatzungsverwaltung eingebettet war und wie es gelang, bürokratische Freiräume für die Rettung von Juden zu schaffen. Aus den Quellen geht dabei hervor, daß Calmeyer zwar im Verbund mit Mitarbeitern seiner Dienststelle und vertrauten Niederländern zusammenarbeitete – der Motor und Zentrum der Rettungsaktion war er indes selbst. Wie kam es dazu? Wie geriet Calmeyer in diese Dienststelle? Worin liegt die Besonderheit seiner Rettungsaktion? Wer waren seine Gegner? Dargelegt wird, wie Calmeyer zu einem Menschen wurde, der innerhalb des NS-Systems sich gegen die Barbarei des Holocausts stellte. Deshalb wird Calmeyers Leben vor und nach seiner Zeit in den Niederlanden ebenfalls dokumentiert. Die Leitfrage dazu lautet: Welche Faktoren prägten Calmeyers Lebensweg maßgeblich, bevor er Verwaltungsjurist in den Niederlanden wurde? Die Ausstellung endet nicht mit dem Kriegsende 1945. Calmeyer hat sich bis an sein Lebensende mit dem Niederlandethema beschäftigt. Die Kernfragen für diese Perioden lauten: Inwieweit war Calmeyer in der Lage, sein Handeln einzuordnen und zu rechtfertigen? Wie reagierte das Nachkriegsdeutschland auf einen „Judenretter“ wie Calmeyer? Wie sieht die Calmeyer-Rezeption bis heute aus? Die Ausstellung wird informativ sein, administrative Vorgänge auch für den bürokratischen Laien anhand von Dokumenten (Schriftstücke, Photographien) und Graphiken leicht verständlich darstellen und, z.B. anhand von Zeitzeugenaussagen und der Darstellung von Einzelfällen, einzelne Aspekte personalisieren, um sie anschaulicher zu gestalten. Die Zielsetzung der Ausstellung ist letztlich die Förderung des Informationsstandes über das Wirken Calmeyers und seiner Dienststelle für eine breite Öffentlichkeit.

 

 

Weitere Informationen zu den Ausstellungen sowie Auskünfte zu den Leihbedingen erteilt Herr Martin Siemsen:

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Markt 6
49074 Osnabrück
Tel.: 0541/969-2448 oder 0541/323-2109; Fax: 0541/323-4355
e-mail: remarque-zentrum@uni-osnabrueck.de

 

 

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