
|
Aktuelle Sonderausstellung Dienstag, 27. Januar 2026 – Sonntag, 29. März 2026 Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager im
Nationalsozialismus Eröffnung im
Rahmen der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar
(nach den Kranzniederlegungen) Beginn der
Gedenkfeier: 17 Uhr an der Gedenktafel für die jüdischen Opfer unter den
Arkaden der Stadtbibliothek
Eine Ausstellung der AG »Gedenkstätten an Orten früher
Konzentrationslager« Vor
über 90 Jahren, am 30. Januar 1933, übernahmen die Nationalsozialisten in
Deutschland die Regierung. Sie etablierten eine terroristische Diktatur und
entrechteten, verfolgten und ermordeten Millionen von Menschen. Bei
der Durchsetzung und Sicherung der nationalsozialistischen Herrschaft
spielten die Konzentrationslager (KZ) eine zentrale Rolle. Heute kennen viele
Menschen die Namen der großen Konzentrations- oder Vernichtungslager wie
Buchenwald oder Auschwitz, aber nur wenige haben schon einmal von frühen
Konzentrationslagern wie Ahrensbök oder Breitenau gehört. Die
frühen Konzentrationslager wurden in den ersten Monaten der NS-Diktatur
eingerichtet und teils schon nach wenigen Wochen oder Monaten wieder
geschlossen. Das nationalsozialistische Regime erprobte dort Instrumentarien
der Gewalt. Der Weg in den millionenfachen Massenmord war damit noch nicht
vorgezeichnet, aber geebnet. Die frühen Konzentrationslager markierten den
Auftakt des Terrors. An
elf Themenstationen beleuchtet die Ausstellung Auftakt des Terrors die
Rolle und Funktion, die den frühen Konzentrationslagern in der Zeit des
Nationalsozialismus zukam. Anhand zahlreicher Biografien von Verfolgten zeigt
sie auf, wie diese Lager zur Errichtung und Absicherung der
nationalsozialistischen Herrschaft beitrugen. Den Ausgangspunkt bilden die 15
Lager, an die in den an der Ausstellung beteiligten Gedenkstätten erinnert
wird. Sie stehen exemplarisch für die mehr als 90 frühen Konzentrationslager
im Deutschen Reich. Der
Eintritt ist frei. |
||||||||||||||
|
Veranstaltungen
Der Judenretter Hans Georg
Calmeyer: ambivalenter Schwindler oder aufrechter Held? Diskussionsabend mit Dr. Joachim
Castan und Dr. Sven Jürgensen Eintritt
frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Diskussion
über den Osnabrücker Juristen Hans Georg Calmeyer hat sich vielleicht etwas
beruhigt, ist aber längst noch nicht am Ende. Für die einen ist er ein
Schreibtischtäter, der lediglich seinen Dienst für die NS-Verwaltung versah,
für die anderen ist er der erfolgreichste Judenretter in der Nazizeit. Für
die einen ist er ein ambivalenter Schwindler, für die anderen ein aufrechter
Held. Im
Zusammenhang mit Calmeyer werden zahlreiche
Begriffe genutzt, die jedoch eher verwirren als ihn charakterisieren:
ambivalentes Handeln, Held, Mittäter, Also
müssen die überlieferten historischen Akten zu Calmeyer
gelesen werden, um die Frage zu beantworten, wie viele Menschen Calmeyer »absichtlich« oder »zufällig« gerettet hat. Kann
man diese Zahl seriös benennen und wie ist sie im Kontext mit dem Holocaust
einzuordnen, wenn man sich dem lebenrettenden Werk Calmeyers nähern will, für das er unter höchster
Lebensgefahr gearbeitet hat? Dr.
Sven Jürgensen, Leiter des Erich Maria Remarque-Friedenszentrums spricht mit
dem Historiker und Vorsitzenden der Calmeyer
Initiative, Dr. Joachim Castan. Seit 1998 beschäftigt sich Castan mit Calmeyer. Er gilt als einer der besten Kenner dieses
Themas. Veranstalter: Hans Calmeyer-Initiative e.V.,
Erich Maria Remarque Gesellschaft e.V., Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Besonders hinweisen möchten wir
auf eine weitere Veranstaltung zum Thema: Unter dem Titel Calmeyers Dilemma wird am Freitag, den
13. März, um 19 Uhr in der Marienkirche Osnabrück die gleichnamige
NDR-Dokumentation gezeigt. Eingeführt wird in den Abend mit einem szenischen Spiel
von Schülerinnen und Schülern des Ratsgymnasiums. Im Anschluss an die
Dokumentation stehen die Lehrer:innen Stefanie
Westphal und Friedemann Neuhaus sowie der Jurist und CDU-Bundestagsabgeordnete
Mathias Middelberg dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. Weitere
Informationen unter: Calmeyers Dilemma Mittwoch, 18. Februar 2026, 18:30 Uhr (Erich
Maria Remarque-Friedenszentrum)
Diskussionsabend mit Bernd Stegemann
und Dr. Sven Jürgensen Eintritt
frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wenig
beachtet wurden bisher die Bemühungen der Stadt Osnabrück, den von den Nazis
ausgebürgerten, weltberühmten Schriftsteller Erich Maria Remarque wieder
einzubürgern. In der Geburtsstadt Remarques wurden jedoch Überlegungen
angestellt, einen entsprechenden Antrag zu stellen. Unter dem Titel »›Da bin
ich endlich, Heimat‹. Osnabrücker Bemühungen zur Wiedereinbürgerung von Erich
Maria Remarque und seine Briefe an die Stadt ab 1965« hat Bernd Stegemann die
Beziehung zwischen Schriftsteller und Osnabrück in der neusten Ausgabe des
Erich Maria Remarque Jahrbuchs/Yearbooks Einsamkeit
und Nähe. Zu Remarques Biographie und Werk ausgeleuchtet. Ebenso
wenig beachtet wurde bisher die Frage, ob es zwischen dem Schriftsteller
Remarque und dem Künstler Nussbaum eine Geistesverwandtschaft gibt, die beider Werke prägen. Unter dem Titel »Das Vergessen im
Erinnern. Remarque und Nussbaum: Geistesverwandte der Neuen Sachlichkeit« hat
sich Sven Jürgensen mit eben dieser Geistesverwandtschaft in dem neuen
Remarque Jahrbuch beschäftigt. Bernd
Stegemann ist Vorsitzender der Erich Maria Remarque-Gesellschaft, Dr. Sven
Jürgensen leitet das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Beide
Autoren stellen ihre Überlegungen zur Diskussion in einer gemeinsamen
Veranstaltung mit der Erich
Maria Remarque-Gesellschaft e.V. Das neue Erich Maria Remarque Jahrbuch/Yearbook
mit weiteren interessanten Artikeln kann an
dem Abend zu einem Preis von 35 Euro erworben werden. Mittwoch, 4. Februar 2026, 19 Uhr (Erich
Maria Remarque-Friedenszentrum) Das brennende Gewissen
Eintritt
4 € / erm. 3 €. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. »Der
historische Fall eines unaufgeklärten Brandanschlags auf das jüdische
Altenheim in München als Krimistoff [...] Christof Weigold hat nicht geahnt,
wie brisant und aktuell das Thema seines ersten München-Krimis werden würde.«
Sabine Reithmaier / Süddeutsche Zeitung Zum
ersten Mal seit dem plötzlichen Tod seiner Freundin vor zwei Jahren hat der
Münchener Fallanalytiker Felix Petry sich zu einem Blind Date durchgerungen.
Doch das romantische Abendessen im Shalom, dem jüdischen Restaurant seines
Stiefvaters, wird von einem Anruf aus der Mordkommission gestört: Die
fünfundsiebzigjährige Buchhändlerin Erica Mrosko ist in ihrer Schwabinger
Altbauwohnung erstochen worden, am Tatort wurde ein an Petry adressierter
leerer Briefumschlag gefunden. Dieser kannte die Frau nicht – was hatte sie
ihm mitzuteilen? Petry
wird gezwungen, sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen – auch seiner
eigenen in einer Kommune. Er ermittelt mit seiner Methode der Operativen
Fallanalyse, bei der er den Tathergang Schritt für Schritt rekonstruiert und
intuitiv ein Täterprofil entwickelt. Dabei gerät er ständig mit der
ehrgeizigen jungen Hauptkommissarin Alina Schmidt aneinander, die die
Ermittlungen leitet. Aber bald schon haben die beiden zwei heiße Spuren. Eine
führt in eine Alt-68er- WG, eine andere zu einem hochbrisanten und ungeklärten
Fall aus dem Jahr 1970: dem Brandanschlag auf das jüdische Seniorenheim in
der Reichenbachstraße, bei dem sieben Bewohnerinnen und Bewohner ermordet
worden sind. »Es
gibt Mutmaßungen und jede Menge Ungeklärtes rund um den Brandanschlag vom 13.
Februar 1970 auf das Haus der Jüdischen Gemeinde in der Reichenbachstr. 27.
Christof Weigold hat die Ereignisse von damals in eine spannende wie
plausible Krimi-Fiktion verpackt.« Ellen Presser / Israelitische
Kultusgemeinde München
Eine Kooperation mit dem Literaturbüro
Westniedersachsen. Mittwoch, 19. November 2025, 19 Uhr (Erich
Maria Remarque-Friedenszentrum) Caravan of
Love Szenische Lesung aus dem Roman Das
gelobte Land von Erich Maria Remarque
Der Eintritt
ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. »Every woman, every man join the caravan of love! Stand
up! Stand up!« – So
startet die szenische Lesung aus Erich Maria Remarques Roman Das gelobte
Land (gemeint sind die USA – »das Land der unbegrenzten Möglichkeiten«).
»New Pilgrims Offered Hope in America«
heißt ein Essay von Remarque in einer US-amerikanischen Zeitschrift 1947. Man
meint, zwischen dem »damals« und heute gäbe es kaum Unterschiede im Umgang
mit Flüchtlingen, Immigranten, Heimatlosen, Verfolgten...Verzweifelten... und
... wie sagte Dr Wernicke, der Nervenarzt, in Remarques Roman Der schwarze
Obelisk:
Donnerstag, 16. Oktober 2025, 19 Uhr (Erich
Maria Remarque-Friedenszentrum) Eduard Petersilie, Hotel Germania
– ein Mann, wie er im Buche steht
Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist
nicht erforderlich. Gerne
wäre der Wirt des Hotels an der der Möserstraße/Ecke
Wittekindstraße bereits 1923 in die NSDAP
eingetreten, nachdem er Hitler auf einer Geschäftsreise bei einem seiner
frühen Auftritte erlebt hatte – doch die wurde in Osnabrück erst zwei Jahre
später gegründet. 1925 und 1932 übernachtete Adolf Hitler bei
seinen Auftritten in Osnabrück im »Germania«. In Petersilies
Hotel verkehrten auch alle lokalen Größen des NS-Regimes. Erich
Maria Remarque gab Petersilie in seinem Osnabrück-Roman Der schwarze
Obelisk den Namen Eduard Knobloch und machte sich über seine
dichterischen Ambitionen lustig. Die Recherchen der
Literaturwissenschaftlerin Martina Sellmeyer zeigen, dass Remarque den
wendigen Hotelier treffend charakterisierte: »Eduard Knobloch überstand alles;
er servierte Gerechten und Ungerechten gleich erstklassig.« Schwierigkeiten
machte dem Gastwirt bei der »Entnazifizierung« lediglich die
»Fliegergeschichte«: Petersilie war dabei, als ein abgeschossener britischer
Pilot auf Anweisung des Kreisleiters gelyncht werden sollte. Dennoch wäre dem
Gastwirt mit dem Goldenen Parteiabzeichen zu seinem 60. Geburtstag aufgrund
seines Amtes als Kreisjägermeister fast noch das Bundesverdienstkreuz
verliehen worden. Es
lohnt sich auch ein Bick auf den Artikel in der
Osnabrücker Rundschau vom 28. August: „Walhalla“
fällt – das Ende des Hotels „Germania“ in Osnabrück - Osnabrücker Rundschau Foto: Eduard Petersilie und Adolf Hitler,
1932 (Sammlung Haubrock) |
||||||||||||||
|
Außer
Haus
Claudia Junk vom Erich Maria
Remarque-Friedenszentrum liest Der Funke Leben Lesung
mit Erläuterungen und Gespräch, Eintritt 10 € Der Roman spielt im fiktiven Konzentrationslager Mellern, das an das Lager Buchenwald angelehnt ist. In
Häftling 509 keimt Hoffnung auf Überleben auf, als die nahegelegene Stadt von
alliierten Fliegern bombardiert wird. Es gelingt ihm nach und nach, seine
Mithäftlinge im sogenannten »Kleinen Lager«, in dem die nicht mehr
arbeitsfähigen Häftlinge untergebracht sind, von der Möglichkeit zu Überleben
zu überzeugen und sie zum passiven Widerstand anzuregen. Für den
Lagerkommandanten Neubauer beginnt jedoch mit dem zunehmenden Heranrücken der
Alliierten das Auseinanderfallen seiner familiären und auch beruflichen
Zusammenhänge. Mit diesem Roman beginnt die politische Phase des
Autors Erich Maria Remarque, in der er durch Themen wie Konzentrationslager,
Verbrechen der Wehrmacht an der Ostfront, Nicht-Aufbereitung des Ersten
Weltkrieges etc. gegen die Adenauer-Restauration anschreibt. Der Funke
Leben gehört nicht nur wegen seines schwierigen Themas, sondern vor
allem aufgrund fehlender Bereitschaft in der deutschen Bevölkerung – vor
allem in den 1950er Jahren –, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, zu
den am wenigsten verbreiteten Werken Remarques – und zählt doch zu den
wichtigsten Romanen im Gesamtwerk.
Mittwoch,
4. Februar 2026, 19 Uhr, KULT Bad Iburg, Schlossstraße 7 Claudia Junk vom Erich Maria
Remarque-Friedenszentrum liest Die Nacht von Lissabon Lesung
mit Erläuterungen und Gespräch, Eintritt 10 € Die Geschichte spielt während des Zweiten
Weltkriegs und thematisiert die Flucht vor dem Nationalsozialismus. Die
Erzählung folgt einem deutschen Paar, das in Lissabon Zuflucht sucht. Sie
sind auf der Flucht vor den Schrecken des Krieges und müssen sich mit den
Herausforderungen der Unsicherheit und Gefahr auseinandersetzen. Ihre Reise
ist geprägt von Hoffnung, Verzweiflung und der ständigen Bedrohung durch die
Verfolgung. Die Nacht von Lissabon ist Remarques ergreifendster Roman. Es ist die
Geschichte vom Elend und von der Größe des Menschen im Krieg, eine
Geschichte, die zeigt, dass es weder einen Preis für Menschlichkeit gibt noch
einen Preis für Unmenschlichkeit. Es gibt nur Geschichten von Jammer und
Elend, von Größe, Liebe und Leidenschaft. Der Roman ist ein Gleichnis der
absurden menschlichen Situation im Machtbereich der Diktatur. Montag, 25. November 2024, Vienna House Remarque (Natruper-Tor-Wall 1), 19:30 Uhr: Frank Arnold (in Vertretung für Hanjo Kesting): 100 Jahre Zauberberg Vortrag
und Lesung Zum 100. Jubiläum von Thomas Manns großem Roman Der
Zauberberg beleuchtet Hanjo Kesting Entstehung, Kontexte und Hintergründe
dieses Werks. Es liest der bekannte Schauspieler und Hörbuchsprecher Ulrich
Noethen.
Thomas Manns Roman erschien vor hundert Jahren, im
November 1924, sechs Jahre nach Ende des Ersten Weltkriegs. Zwei Jahre vor
Beginn dieses Krieges hatte Thomas Mann das Werk als humoristisches
Gegenstück zur tragischen Novelle Der Tod in Venedig entworfen. Die
Tragik wurde in einem Jahr abgetan, für die große Ironie des Zauberbergs
war mehr als ein Jahrzehnt vonnöten. Der Roman enthält Thomas Manns
Auseinandersetzung mit der europäischen Kultur und Gesellschaft in der Epoche
des Ersten Weltkriegs und entwickelt am Beispiel einer Davoser Sanatoriumsgesellschaft, wie die »Urkatastrophe des 20.
Jahrhunderts« möglich wurde.
Ulrich Noethen ist ein deutscher Schauspieler,
Hörspielsprecher sowie Hörbuchsprecher. 1997 hatte er seinen Durchbruch in
Joseph Vilsmaiers Comedian Harmonists. Er spielte bislang in über 110
Film- und Fernsehproduktionen mit und war als Synchronsprecher aktiv.
Eintritt: 10 € / erm. 7 €
Veranstalter: Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrum,
Literaturbüro Westniedersachsen
Anmeldung
über das Literaturbüro Westniedersachsen (Am Ledenhof
3-5, Tel.: 0541 202-7908 oder per E-Mail unter litos-info@osnabrueck.de) 6.
November bis 26. November 2024, Kulturtreff »Altes Rathaus« in
Lengerich/Tecklenburg
Im Westen nichts Neues – neue Zugänge In seiner Graphic Novel
Im Westen nichts Neues setzt der Künstler Peter Eickmeyer die von
Remarque beschriebenen Bilder graphisch um. Der Komponist Norbert Ammermann
verbindet in seiner »Straßenoper« Musik, KI-generierte Bühnenbilder und
Lesungen aus dem Antikriegsroman. Diese kreativen Zugänge ermöglichen jeweils
neue Perspektiven auf den Klassiker. Beide wollen die geschichtlichen
Ereignisse greifbarer machen und in die aktuelle Diskussion bringen. Eine Ausstellung in der Stadtbücherei Lengerich vom 06.11. – 26.11.2024
widmet sich der Graphic Novel
von Eickmeyer. Die Straßenoper wird am 8.11.2024 in der Gempt-Halle
aufgeführt. Ausstellung: Kulturtreff »Altes
Rathaus« -Stadtbücherei Lengerich, Rathausplatz 1, 49525 Lengerich Straßenoper: Gempt-Halle, Gemptplatz 1, 49525
Lengerich. 19 Uhr, Eintritt frei Link
zu allen Veranstaltungen in Lengerich Das Bild zeigt eine Seite aus der Graphic Novel von Peter Eickmeyer 8.
September bis Anfang Oktober 2024, Heimatmuseum Bad Laer
Remarque
(*1898) und Vordemberge-Gildewart
(*1899) kannten sich aus Osnabrück und trafen sich in Hannover wieder. Das
Jahr 1924 hatte für die turbulenten Ereignisse der Weimarer Republik eine
besondere Bedeutung: Die Nachkriegskrisen mit den Angriffen auf die junge
Demokratie von links und rechts schienen ebenso bewältigt wie die
Hyperinflation, so dass eine Phase der Stabilisierung eintrat, die zugleich
eine Explosion künstlerischer, kultureller und wissenschaftlicher Kreativität
ermöglichte. 1924 ist auch das Jahr, das für den in Osnabrück
geborenen Schriftsteller Erich Maria Remarque und den ebenfalls in
Osnabrück geborenen Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart
(VG) ein Wendepunkt ist. Heimatmuseum Bad
Laer, Kesselstraße
4, 49196 Bad Laer. Der Eintritt ins Heimatmuseum ist frei. Für Gruppen wird
auf Wunsch eine Führung organisiert. Informationen und Anmeldungen hierzu
über die Bad Laer Touristik. 23.
Mai 2024, 19:00 Uhr: Agricolaforum Chemnitz
Der Osnabrücker Schriftsteller Erich Maria Remarque gilt
als »Chronist des 20. Jahrhunderts«. Beginnend mit Im Westen nichts Neues zum Ersten Weltkrieg, begleiten die
nachfolgenden Romane Remarques die Geschehnisse in Deutschland und Europa und
beleuchten die Schrecken des Nationalsozialismus ebenso wie Ursachen, Formen
und Folgen von Flucht und Emigration. Seine Romane der 1950er-Jahre gelten
als Romane »gegen die Adenauer-Restauration« und sind seinem eigenen
Anspruch, mit Literatur für schonungslose Aufklärung zu sorgen, geschuldet.
So erscheint der Roman über ein deutsches Konzentrationslager, Der Funke Leben, bereits 1952, zu
einer Zeit, als die Aufarbeitung der jüngsten deutschen Geschichte zugunsten
des zukunftsorientierten Wiederaufbaus weit hintenan geschoben wurde. Claudia Junk ist Mitarbeiterin
des Erich Maria- Remarque-Friedenszentrums in Osnabrück, liest aus diesem
Roman und erläutert dabei die Zusammenhänge zwischen Remarques
aufklärerischem Anspruch und der gleichzeitigen Ablehnung in der BRD. Darüber
hinaus gibt sie Einblick in Remarques Biographie. Diese Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den
Tagen der Jüdischen Kultur Chemnitz statt. Veranstaltungsort
TU Chemnitz Anmeldung unter: https://www.katholische-akademie-dresden.de/13-agricolaforum-chemnitz/1857-der-funke-leben |
||||||||||||||
|
News Jetzt in der ARTE-Mediathek: Erich Maria Remarque und
Marlene Dietrich – Flucht in die Liebe Dokumentation von Hedwig Schmutte und Rolf
Lambert, ARTE/NDR 2025, 52 min. In seinem zweiten großen Welterfolg Arc de Triomphe verarbeitete der Schriftsteller
Erich Maria Remarque seine eigene Exilerfahrung und die folgenreiche
Begegnung Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum war
an der Entstehung dieser Dokumentation beteiligt. Interviewt wurden z.B. der
ehemalige Leiter Dr. Thomas Schneider und die Mitarbeiterinnen Claudia Junk
und Alice Cadeddu. Unter diesem Link können Sie den Film auf youtube anschauen: Erich Maria Remarque und
Marlene Dietrich | Doku HD| ARTE Bisher unbekannte Originale werden erstmalig zum Tag der
Niedersachsen präsentiert Erich Maria Remarque und das Marketing
Zwischen
1921 und 1924 war Remarque festangestellter Mitarbeiter bei Echo
Continental, der Zeitschrift der Continental-Gummiwerke in Hannover. In
dieser Zeit arbeitete er eng mit Wilhelm Lichtenfeld zusammen, der für die
literarische Gestaltung der Unternehmenskommunikation verantwortlich war. Die
Originale aus dem Nachlass Lichtenfelds konnten von einem Enkel mit
Unterstützung durch die Stiftung der Sparkasse Osnabrück erworben werden und
dokumentieren diese Zusammenarbeit eindrücklich. Einige der Entwürfe hat
Remarque vermutlich noch in Hannover angefertigt, als er bei Continental
angestellt war, andere sind später entstanden, als der Autor längst in Berlin
für Sport im Bild arbeitete. Die
„Ausstellung“ beleuchtet damit einen weitgehend unbekannten Abschnitt im
Schaffen des später weltberühmten Autors von Im Westen nichts Neues.
Die Sammlung enthält u.a. Entwürfe für z.B. Conti-Ballon-Reifen, kleine
Heftchen für den „Sonntagsausflug“ sowie von Remarque angefertigte
Fotografien mit rückseitig notierten Werbesprüchen für weitere
Continental-Produkte. Die präsentierten Dokumente eröffnen der Öffentlichkeit
einen neuen Blick auf Remarques Arbeit mit Sprache im Kontext von Werbung und
industrieller Kommunikation. Auf
dem Foto links ist Remarque zu sehen, wie er sich über das Auto beugt, um
Sachen für das Picknick im Wald zu holen. Auf der Decke sitzt vermutlich
seine damalige Frau, Ilse Utta Zambona. Rechts ein von Remarque entworfener
Prospekt, ebenfalls mit einem selbst gemachten Foto seines Autos, in dem
Wochenendausflüge empfohlen werden, wenn die Autos mit Conti-Reifen bestückt
sind. Die Materialien
sind aktuell im Friedenszentrum in Osnabrück zu sehen. Der Eintritt ist frei. Mittags-Talk beim OS-Radio im Februar
Sören Hage im Gespräch mit dem Leiter des
Erich Maria Remarque-Friedenszentrums, Dr. Sven Jürgensen Seit diesem Jahr leitet Dr.
Sven Jürgensen (im Bild links) offiziell das Erich-Maria Remarque
Friedenszentrum auf dem Osnabrücker Marktplatz. Zuvor hatte er die Aufgabe
bereits zwei Jahre kommissarisch übernommen, nachdem er unter anderem über
zwanzig Jahre Pressesprecher der Stadt Osnabrück war. Im Mittags-Talk mit
Sören Hage spricht Sven Jürgensen über seine persönliche Faszination von dem
gebürtigen Osnabrücker und weltbekannten Autor Erich-Maria Remarque, gibt
Einblicke in dessen besonderes Schaffen und berichtet über aktuelle Projekte
im Friedenszentrum. Darüber hinaus blickt Jürgensen auf die aktuellen Fragen
von Krieg und Frieden, wie steht er zur von Boris Pistorius geforderten
Kriegstüchtigkeit, welche Rolle spielt das Thema und was hält er von unserer
aktuellen Debattenkultur? Hier geht’s
zur Onlineversion: Langjähriger Leiter des Erich Maria
Remarque-Friedenszentrums geht in den Ruhestand
»Mit
seiner Expertise und seinem großen Engagement hat Thomas Schneider das Erich
Maria Remarque-Friedenszentrum über Jahrzehnte maßgeblich geprägt und einen
bedeutenden Beitrag zur lebendigen Osnabrücker Friedenskultur geleistet wie
auch die Forschung zu Erich Maria Remarque vorangetrieben. Im Namen der
Universität Osnabrück danke ich ihm dafür ganz herzlich und wünsche ihm für
den neuen Lebensabschnitt alles Gute«, sagt Prof. Dr. Susanne Menzel-Riedl,
Präsidentin der Universität Osnabrück. Unter
der Leitung von Dr. Schneider wurden zahlreiche Projekte durchgeführt,
darunter Ausstellungen, Tagungen und Publikationen. So sind beispielsweise
sämtliche Romane Remarques im Verlag Kiepenheuer & Witsch seit 2013 in
neuer Edition, herausgegeben und mit Nachworten von Dr. Schneider erschienen.
Ihm ist es zu verdanken, dass die Texte wieder in ihrer ursprünglichen Form
dem Leser zur Verfügung stehen und dass fast alle Romane mit zusätzlichen
Materialien zur Entstehung und Rezeption ergänzt wurden. Darüber hinaus hat
er über mehrere Jahrzehnte das Erich
Maria Remarque-Jahrbuch/Yearbook und – zusammen
mit Claudia Junk – das Jahrbuch Krieg
und Literatur/War and Literature herausgegeben.
In beiden Jahrbüchern finden sich Studien und Beiträge aus aller Welt, da es
Dr. Schneider gelungen ist, das Remarque-Friedenszentrum international zu
vernetzen und somit Kontakt zur weltweiten Forschung über den Autor und die
mit Schneiders
Forschungsschwerpunkte liegen aber nicht nur auf dem Werk und der Person
Erich Maria Remarques, sondern gehen weit darüber hinaus in alle Bereiche der
Kriegs- und Antikriegsliteraturforschung, aber auch zu Film, Fotografie und
Medien aller Art. Gastprofessuren und Lehraufträge führten ihn u.a. an die
Universität Osnabrück, zur Universität der Bundeswehr in München, zur
Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und zur Schlesischen Universität
in Katowice (Polen) sowie zur Rutgers University (New Jersey). Zu
den größeren Projekten gehörte sicherlich die Ausstellung Bilderschlachten – 2000 Jahre Nachrichten
aus dem Krieg. Technik-Medien-Kunst in Zusammenarbeit mit dem European
Media Art Festival, dem Museum Industriekultur und der Kunsthalle
Dominikanerkirche im Jahr 2009 zum 2000. Jahrestag der Varus-Schlacht. Ebenso
spannend war der Versuch, die Sammlung von Kunstwerken aus dem Besitz von Erich
Maria Remarque zu rekonstruieren und in einer Ausstellung in Osnabrück zu
präsentieren. Wenn auch die Ausstellung nicht zustande kam, konnte doch ein
umfangreicher Bildband mit neuen Erkenntnissen über einen der wichtigsten
Kunstsammler der 1930er und 1940er Jahre erstellt werden: Remarques Impressionisten. Kunstsammeln
und Kunsthandel im Exil. Zum 50. Todestag Remarques entstand 2020 die
viel beachtete Ausstellung Weltweit worldwide Remarque und zum 125. Geburtstag des Autors
im Jahr 2023 die Sonderausstellung Networking
Remarque (siehe Foto). Auch
der durch Dr. Schneiders Initiative und Betreuung bereits 2003 installierte
Informationsservice Der moderne Krieg
im Film (www.krieg-film.de), mit dem
Interessierte online Informationen zu Kriegsfilmen, -serien und
-dokumentationen aus aller Welt erhalten können, ist ein bis heute
erfolgreiches Projekt. Mehrere tausend Zugriffe pro Jahr können hier
verzeichnet werden. Das
Remarque-Friedenszentrum ist durch Schneiders Engagement Gründungsmitglied
der „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte“, Mitglied im
„Arbeitskreis Historische Friedensforschung“, vertreten im jährlichen „Jeju
Peace Forum“ (Südkorea), gelistet im „Unesco
Archives Portal“, Mitglied im „International Network of
Museums of Peace“ und weiteren Organisationen. Seine
beständige Forschung zu Remarque fand Eingang in die Informationen auf der
Homepage, in der Dauerausstellung zu Leben und Werk des Autors im
Friedenszentrum, in zahllosen wissenschaftlichen und Zeitungs-Artikeln
weltweit, in Interviews (print, Radio, TV),
Podcasts, Filmbeiträgen, Diskussionsveranstaltungen und Vorträgen. Er war und
ist noch ein stets gesuchter Gesprächspartner für Dokumentationen zum Autor,
seine Expertise ist international gefragt. Das
Team des Remarque-Friedenszentrums wünscht ihm für seinen wohlverdienten
Ruhestand eine gute und weiterhin mit viel Neugierde erfüllte Zeit. Dr.
Schneider wird dem Zentrum freundschaftlich und beratend verbunden bleiben.
Seine Nachfolge übernimmt Dr. Sven Jürgensen, der bereits seit zwei Jahren
als kommissarischer Leiter tätig ist.
Swen
Steinberg / Helga Schreckenberger (eds.). Environments of Exile. Nature, Refugees, and
Representations. Göttingen: Universitätsverlag Osnabrück by
V&R unipress, 2025 (Schriften des Erich Maria
Remarque-Archivs, Vol. 36) 200 Seiten mit 17 Abbildungen, hardcover 45,00 € / ISBN 978-3-8471-1694-3 Über den Buchhandel oder im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
erhältlich Zwangsmigration findet immer innerhalb spezifischer
kultureller, sozialer, politischer und räumlicher Umgebungen statt. Dieser
Band konzentriert sich auf die Interaktion zwischen den zur Migration
gezwungenen Menschen und ihrer Umgebung im Kontext von Flucht und Exil aus
dem von den Nazis besetzten Europa. Die erzwungene Auswanderung aus
Nazi-Deutschland war ein globales Phänomen, das Flüchtlinge in Regionen
brachte, über die sie oft nur sehr wenig wussten. Sie mussten sich nicht nur
an fremde Kulturen anpassen, sondern auch an unbekannte natürliche Umgebungen
anpassen, die sie oft extremen Temperaturen, Dürren, Regenzeiten und
Krankheiten aussetzten. Während sich einige Flüchtlinge auf die natürlichen
Bedingungen ihres Exilziels vorbereiteten, erwarben andere Umweltwissen in
ihren Gastländern oder konnten ihr Vorwissen an die neue Umgebung anpassen.
Folglich hatte spezifisches Umweltwissen einen großen Einfluss auf die
Erfahrung der Zwangsmigration. Forced Migration always takes place
within specific cultural, social, political, and spatial environments. This
volume focuses on the interaction between those forced to migrate and their
environments in the contexts of escape and exile from Nazi-occupied Europe.
Forced emigration from Nazi Germany was a global phenomenon that took
refugees to regions they often knew very little about. Not only did they have
to adapt to foreign cultures, but also to unfamiliar natural environments
that often exposed them to severe temperature conditions, droughts, rainy
seasons, and diseases. While some refugees prepared for the natural
conditions of their exile destination, others acquired environmental
knowledge at their host countries or were able to adapt prior knowledge to
the new environment. Consequently, specific knowledge about the environment
had a large influence on the forced migration experience. Swen Steinberg is Assistant Professor (adjunct)
at the Department of History at Queen’s University in Kingston/Ontario and an
affiliated researcher at the German Historical Institute in Washington/DC. Helga Schreckenberger is the Wolfgang and Barbara Mieder
Green and Gold Professor of German at the University of Vermont.
Neue Übersetzung von Im
Westen nichts Neues All Quiet on the Western Front. Edited and translated by Katharina Rout. Ontario
(Canada): broadview press,
2024, 342 pp. [ISBN 978-1-55481-572-2]. Es handelt sich um eine kommentierte Ausgabe mit einer
umfangreichen Einleitung durch die Übersetzerin. Im Anhang befinden sich
weitere Materialien, wie z.B. Textauszüge von Ernst Jünger, Bruno Vogel und
Edlef Köppen (Deutschland), Siegfried Sassoon, Ford Madox Ford und Richard
Aldington (Großbritannien), Francis Beynon und Charles Yale Harrison
(Kanada), Ellen La Motte (USA) und Henri Barbusse (Frankreich). Auch Briefe
aus den Schützengräben sowie zahlreiche Rezeptionszeugnisse zum Roman von
Remarque sind beigefügt. Diese Ausgabe richtet sich in erster Linie an
Studierende und Leser, die weiterführende Informationen wünschen. Katharina Rout ist
emeritierte Professorin an der Vancouver Island University, wo sie sich auf
die Lehre von Literatur in Übersetzung und transnationaler Literatur
spezialisiert hat. Zu ihren weiteren Übersetzungen aus dem Deutschen ins
Englische gehören Branded von Emmy
Hennings (Broadview Press), The Blue Sky von
Galsan Tschinag (Milkweed Editions) und Soutine's
Last Journey (Seagull Books). Erich Maria
Remarque und Osnabrück auf ARTE (Mediathek)
Mehrfach war der Filmemacher Heinz Cadera mit seinem
Kameramann Sven Giebel 2023 in Osnabrück, hat sich in der Heimatstadt Erich Maria
Remarques umgeschaut, seine Romane und Tagebücher gelesen und Gespräche mit
dem Osnabrücker Theaterregisseur Christian Schlüter geführt, der im
vergangenen Jahr, 125 Jahre nach der Geburt des Autors, das Stück Der Weg zurück nach Remarques Roman
auf die Bühne brachte. Ausgangspunkt für die Recherchen von Cadera war das Erich
Maria Remarque-Friedenszentrum, wo er das umfangreiche Archiv nutzte und mit
Dr. Sven Jürgensen und Claudia Junk Interviews aufnahm. Cadera und Giebel
besuchten die Schlachtfelder von Verdun zusammen mit dem französischen
Studenten Hubert Lanois, der vor zwei Jahren als Praktikant im
Remarque-Friedenszentrum tätig war. Auch die Stadt Duisburg, wo nicht nur die
Waffen für den Krieg produziert wurden, sondern wo Remarque sich nach einer
Verletzung im Lazarett aufhielt und die ersten Recherchen für seinen späteren
Welterfolg Im Westen nichts Neues
notierte, war einen Besuch wert. Entstanden ist ein sorgfältig recherchiertes
Porträt mit großer Aktualität: ein Antikriegsfilm über ein Antikriegsbuch. Der Film Erich
Maria Remarque und das Grauen des Krieges ist bereits in der
Mediathek bei ARTE abrufbar. Ausgestrahlt wird der Film am 14. Februar um
13.25 Uhr. Foto: Claudia Junk, Jens Giebel und Heinz Cadera bei Dreharbeiten im
Kreuzgang des Osnabrücker Doms. ©Sven Jürgensen Claudia
Roth im Remarque-Friedenszentrum Am 10. September 2023 besuchte die
Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, das
Remarque-Friedenszentrum. Zuvor trug sie sich mit einem Zitat von Remarque in
das Goldene Buch der Stadt Osnabrück ein: Die Welt braucht
Frieden und die Welt muss etwas haben, an das die Menschen glauben
…Menschlichkeit, Verständnis, Fortschritt und Bereitschaft zum Helfen. Der
Mensch ist gut – trotz allem. Ihr großes Interesse für
Remarque zeigte sich bereits bei der Oscar-Verleihung im März, als sie
Auszeichnung der neuen Verfilmung von Im Westen nichts Neues zum
Anlass nahm, in die USA zu reisen und verschiedene kulturelle Häuser und
Veranstaltungen zu besuchen, die im Zusammenhang mit dem Autor oder den
Themen Krieg und Exil standen wie z.B. die „Villa Aurora“ in Los Angeles. Bei ihrem Besuch des Remarque-Friedenszentrums stand vor allem die
Sonderausstellung „Networking Remarque“ zum 125. Geburtstag des Autors im
Fokus ihres Interesses. Claudia Roth hatte viele Fragen, so dass ein reges
Gespräch über das Werk, vor allem aber über das Wirken des Autors entstand
und die eine Stunde Zeit, die sie mitbrachte, zu kurz war, um alles zu
beantworten.
|
||||||||||||||
|
Publikationen Im Februar 2025 erschienen:
Erich Maria Remarque-Jahrbuch/Yearbook XXXIV, 2024, Herausgegeben von Claudia Junk, Sven Jürgensen, Martin
Siemsen. 178 Seiten, kartoniert. Universitätsverlag Osnabrück bei V&R unipress (Göttingen). € 35,– (D); ISBN 978-3-8471-1819-0 Erhältlich über den Buchhandel und im Erich Maria
Remarque-Friedenszentrum Das Jahr 1924 war sowohl für Erich Maria Remarque als auch für den
Osnabrücker Künstler Friedrich Vordemberge-Gildewart ein Jahr des Umbruchs.
Beide wohnten mittlerweile in Hannover, wo sie sich wiederbegegneten und
Remarque für den Katalog einer Ausstellung der kontruktivistischen
Künstlervereinigung gruppe k, die von Vordemberge-Gildewart
gegründet wurde, ein Vorwort schrieb. Beide waren begeisterte Verfechter der
Moderne und beschäftigten sich – der eine literarisch, der andere
künstlerisch – mit dem »Stil unserer Zeit«. 100 Jahre später beleuchtete eine
Doppelausstellung in Osnabrück ihre Zeit in Hannover und Remarques weiteren
Weg bis zum Roman Im Westen nichts Neues. Dieser Band beinhaltet
Aufsätze zur Ausstellung wird ergänzt durch Beiträge über Remarques Freunschaft zu Carl Zuckmayer, zur polnischen Übersetzung
von Die Traumbude und zur allgemeinen Rezeption in Aserbaidschan. Im Oktober 2023 erschienen:
Erich Maria Remarque-Jahrbuch/Yearbook XXXIII, 2023, Herausgegeben von Alice Cadeddu, Claudia Junk, Thomas
F. Schneider. 263 Seiten, kartoniert. Universitätsverlag Osnabrück bei
V&R unipress (Göttingen). € 35,– (D); ISBN 978-3-8471-1699-8 Erhältlich über den Buchhandel und im Erich Maria
Remarque-Friedenszentrum Zum
125. Geburtstag Erich Maria Remarques am 22. Juni 2023 untersuchte die
Remarque-Forschung Netzwerke, an denen Remarque beteiligt war und Netzwerke,
die aufgrund seines Wirkens etabliert wurden und bis heute nachwirken,
teilweise auch gerade erst aus aktuellen Anlässen entstanden sind. So wurden
beispielsweise sowohl in Kiew als auch in Moskau Protestaktionen gegen den
Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine im Februar 2022 mit Auszügen oder
ganzen Ausgaben aus Im Westen nichts
Neues begleitet. Remarque selbst nutzte seine Kontakte zur Unterstützung
von Exilanten, zur Rettung von Kunst und zur globalen Verbreitung seiner
Werke, gemäß seinem Selbstverständnis als internationaler Autor. Die Beiträge
in diesem Band beschäftigen sich darüber hinaus mit »Geschenken für Remarque«
sowie einem Essay zu Displaced Persons,
verschiedenen Übersetzungen, der Thematik des Heimwehs sowie der aktuellen
deutschen Neuverfilmung von Im Westen
nichts Neues. Ende
2023 erschienen:
Krieg und Literatur / War and Literature XXIX, 2023, Herausgegeben von Alice Cadeddu, Claudia Junk, Thomas F.
Schneider.180 Seiten, kartoniert. Universitätsverlag Osnabrück bei V&R unipress (Göttingen). € 45,– D / € 47,– A / € 45,– eBook Bei Abnahme der Reihe: € 40,– D / € 42,– A; ISBN 978-3-8471-1676-9 Erhältlich über den Buchhandel und im Erich Maria-Remarque
Friedenszentrum Anlässlich des 125. Geburtstages Erich Maria
Remarques am 22. Juni 2023 widmet sich dieser Band einzelnen Aspekten der
Werke und des Wirkens des Autors. Wunderbares, Idyllisches und der Krieg in
verschiedenen Romanen werden dabei ebenso betrachtet wie verschiedene Formen
des sich Erinnerns. Behandelt wird auch die Frage nach der Aktualität der
Bücherverbrennung von 1933 neunzig Jahre danach – und was die Ermordung von
Remarques Schwester Elfriede Scholz mit uns heute zu tun hat. Ergänzt werden
die Beiträge zu Remarque durch einen Aufsatz zur englischen und deutschen
Lyrik des Ersten Weltkrieges sowie einige Rezensionen. |
||||||||||||||
Weiterhin im Angebot
|
||||||||||||||
|
Archiv Donnerstag, 20. November 2025 – Sonntag, 18. Januar 2026 Die Weimarer Republik – Deutschlands erste Demokratie
Eine Ausstellung des Weimarer Republik e.V. Die Weimarer
Republik ist ein spannendes Kapitel deutscher Geschichte, welches mehr
Beachtung verdient hat. Als erste deutsche Demokratie schuf sie viele der
Grundlagen, auf denen unsere Gesellschaft heute noch basiert. Zugleich ist
sie ein Lehrstück dafür, dass Demokratie nicht selbstverständlich ist,
sondern immer wieder erkämpft und verteidigt werden muss. Um diese
Botschaften zu vermitteln, wurde ein innovatives Ausstellungskonzept
umgesetzt, das einen Erlebnisraum mit multimedialen Elementen schafft. Am
Multimediatool können verschiedene Filmformate zur Geschichte der Weimarer
Republik ausgewählt werden. Durch eine moderne Erzählweise bieten die Filme
einen kurzweiligen Einblick in die wichtigsten Aspekte der Weimarer Jahre.
Außerdem werden Bezüge zur Gegenwart aufgezeigt, um den Besuchern die
Zusammenhänge zwischen geschichtlichen und aktuellen Ereignissen zu
verdeutlichen. Die
Inhalte der Filme können an den 16 Ausstellungstafeln zu verschiedenen
Aspekten der Weimarer Republik vertieft werden. So greift die Ausstellung
nicht allein politische Themen, sondern auch kulturelle, wirtschaftliche und
soziale Fragestellungen jener Zeit auf, die auch 100 Jahre später wichtige
Erkenntnisse bieten. Ø Was
führte zum Zusammenbruch des Kaiserreichs und zur Gründung der Republik? Und
wieso galt ihre Verfassung als die damals fortschrittlichste der Welt? Ø Wie
wirkte sich die Hyperinflation von 1923 auf das Leben der Menschen aus? Ø Worauf
beruht der »Mythos Weimar« in den vermeintlichen »Goldenen Zwanzigern«? Ø Wer
war für die Zerstörung der Republik verantwortlich? Diese
und viele weitere zentrale Fragen jener Epoche werden in der Ausstellung
beantwortet. Dabei werden die Debatten und Problemlagen durch zeitgenössische
Fotografien, Plakate und Zeichnungen auf interessante Wiese veranschaulicht. Eine Wanderausstellung des Weimarer Republik e.V. Theaterplatz 4 99423 Weimar 03643 7792821 Buchen Sie diese Ausstellung unter: verein@weimarer-republik.net
Hommage: Camille Lepage (1988 – 2014) Eine Ausstellung der Association »Camille
Lepage – On est ensemble«
in Zusammenarbeit mit dem Städtepartnerschaftsbüro der Stadt Osnabrück Camille Lepage (1988 – 2014) war eine französische Journalistin, die am
12. Mai 2014 in der Zentralafrikanischen Republik ermordet wurde. Die aus
Angers stammende Lepage arbeitete schon während des Journalismus-Studiums an
der Southampton Solent University 2008 – 2012 als
freie Mitarbeiterin u.a. für die Los Angeles Times und die ägyptische
Tageszeitung Al Masry Al Youm. Nach dem Studienabschluss setzte sie
die berufliche Tätigkeit seit Anfang Juli 2012 im Sudan, Südsudan und der
Zentralafrikanischen Republik fort und machte 60.000 Fotos von Leben und Tod
der Menschen in diesen vom Bürgerkrieg heimgesuchten Ländern.
Vor diesen tausenden vorbeiziehenden Bildern entfaltet sich die ganze
berufliche Intimität von Camille – und vor allem außergewöhnliche
Fotografien: aufgrund ihrer ästhetischen und journalistischen Qualität, ihres
zeugnishaften Charakters, ihres genauen Blicks auf die komplexen und
widersprüchlichen Seiten der Menschheit. Die Ausstellung umfasst in einer Auswahl 70 Fotos von Camille Lepage,
35 Bilder wurden im Südsudan aufgenommen, 35 in der Zentralafrikanischen
Republik.
Erich Maria Remarque und
Marlene Dietrich – Flucht in die Liebe Dokumentation von Hedwig Schmutte und
Rolf Lambert, ARTE/NDR 2025, 52 min. In seinem zweiten großen Welterfolg Arc de Triomphe verarbeitete der
Schriftsteller Erich Maria Remarque seine eigene Exilerfahrung und die
folgenreiche Begegnung Von Paris und Antibes nach Los Angeles und
New York rekonstruiert die NDR/ARTE-Dokumentation die bewegende
Entstehungsgeschichte dieses stark autobiografischen Romans, der heute als
ein Schlüsselwerk der europäischen Exilliteratur gilt – und als das literarische
Vermächtnis der langjährigen Leidenschaft zweier Weltstars.
herzlich ein: CINEMA-ARTHOUSE – ERICH-MARIA-REMARQUE-RING
16, 49074 OSNABRÜCK
Nach dem Film standen die Autorin, der Autor
sowie weitere Gäste für ein Gespräch mit dem Publikum zur Verfügung.
Dienstag, 2. September, 19 Uhr,
Remarque-Friedenszentrum (Eintritt frei): »Frieden nicht in Sicht« – Ansgar
Schulz-Mittenzwei liest Kriegserzählungen aus dem Buch seines Vaters Bernhard M. Schulz Ebenfalls sprechen werden Marcus Wolf, Alfred
Büngen und Heiko Schulze. Demnächst erscheint ein neues Buch mit
Kurzgeschichten und Erzählungen von Bernhard Schulz (1913 – 2003), der als
Soldat der Deutschen Wehrmacht den Krieg verfluchte. Nach amerikanischer Kriegsgefangenschaft
kehrte er im Spätsommer 1946 zu seiner Familie in Osnabrück zurück und war
dort lange Jahre Feuilletonchef der Zeitung Neue Tagespost. Dieses neu zusammengestellte Buch ist die
Summe der Kriegserzählungen von »bezet«, damals
sein Kürzel in den Tageszeitungen, sein eigentliches Lebenswerk. lllustriert ist das Buch mit
der Erstveröffentlichung von Weltkriegskarikaturen von Fritz
Wolf (1918 – 2001). Mit musikalischer Begleitung durch den
Pianisten Giorgi Dolidze. Infos zum Buch: Bernhard M. Schulz. Frieden nicht in
Sicht. Ein Lern – und Lesebuch. Kurze Prosa und ausgewählte Feldpostbriefe
mit Karikaturen von Fritz Wolf.
Eine Kooperation mit dem Literaturbüro
Westniedersachsen. Freitag, 21. März, 19 Uhr (Eintritt frei):
Algund
erzählt von der doppelten Zeitenwende: Zwei Ehepaare, Babyboomer, erleben,
wie das persönliche Älterwerden und der berufliche Ausstieg mit der
politisch-gesellschaftlichen Zeitenwende zusammenfällt. Wie gehen die vier
mit den Veränderungen um? Was stützt sie, nachdem die Gewissheit eines
kriegsfreien Europas zerstört ist, und welche Fluchten suchen sie? Welche
Sehnsüchte bleiben? Im Ferienhaus vor der Kulisse Südtirols brechen
Geheimnisse auf und geraten Selbstverständlichkeiten ins Wanken. Das Scheitern
des Pazifismus, das Ende der für Europa so sicher geglaubten Zeit des
Friedens, die Bedrohung durch die Klimakatastrophe, die Sorgen um die
Demokratie – all das gärt in ihnen und befeuert die Gespräche. Nach und nach
brechen lang gehütete Geheimnisse auf; die persönlichen Geschichten der vier
zeugen von den Hoffnungen, Freuden, Erlebnissen und Erfahrungen der
Nachkriegsgeneration, die mit einem Krieg in Europa nicht mehr gerechnet hat. Michael
Göring ist in Westfalen aufgewachsen und lebt in Hamburg. Für
sein schriftstellerisches und geisteswissenschaftliches Werk erhielt er 2019
den Dr. Günther Buch-Preis. Bis Dezember 2021 leitete er die gemeinnützige
ZEIT-Stiftung. Michael Göring unterrichtet Kultur und
Medienmanagement an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Von ihm
erschienen bereits fünf Romane, zuletzt 2021 bei Osburg Dresden. Michael
Göring ist darüber hinaus Mitglied der Jury zur Vergabe des
Erich-Maria-Remarque-Friedenspreises der Stadt Osnabrück, der alle zwei Jahre
vergeben wird. Die nächste Verleihung ist geplant für den 5. Juni 2025. Eine Veranstaltung der Erich Maria
Remarque-Gesellschaft e.V. Donnerstag, 6. März, 19 Uhr (Eintritt frei): Neues zum Widerstand in der NS-Zeit Im Begleitprogramm der Ausstellung Parolen aus dem Koffer von Manfred
Blieffert, die noch bis zum 23. März im Remarque-Friedenszentrum gezeigt
wird, stellt der ILEX-Kreis Osnabrück neue Forschungsergebnisse zum
Widerstand in Osnabrück während der NS-Zeit vor. Einleitend biete Manfred Blieffert eine
Führung durch die Ausstellung, bevor ILEX-Mitglieder und andere Beteiligte
aktuelle Arbeitsergebnisse in die Diskussion einbringen, die auch das
deutsch-niederländische Grenzgebiet einbeziehen. Günter Gall sorgt
für den musikalischen Rahmen. Foto v.l.n.r.: Martina Sellmeyer, Heiko
Schulze, Hartmut Böhm, Dieter Przygode (Foto: Thomas Brakmann)
Parolen aus dem Koffer. Spuren des Widerstands in
Osnabrück 1933 – 1945 Eine Ausstellung von Manfred Blieffert Basierend auf den Forschungen des ILEX-Kreises widmet
sich Manfred Blieffert unterschiedlichen Formen lokalen Widerstands gegen das
NS-Regime. Die Ausstellung demonstriert künstlerisch die Möglichkeiten,
kritische Flugblätter und politische Parolen selbst noch unter den widrigsten
Bedingungen etwa mit dem Koffer oder einer Flugblattabwurfvorrichtung zu
verbreiten. Doch sind es vor allem die Menschen, die unter hohem persönlichen
Risiko versuchten, auch auf diese Weise politisch zu wirken, deren Namen immer
wieder in den Mittelpunkt gerückt werden. Begleitveranstaltungen des ILEX-Kreises und
des Seminars von Heiko Schulze sind in Planung.
Eine Amour fou Lesung mit Thomas Hüetlin aus seinem Buch »Man
lebt sein Leben nur einmal«. Marlene Dietrich und Erich Maria Remarque September
1937. Die Filmfestspiele von Venedig sind gerade zu Ende gegangen. Auf der
Terrasse des Hotels Excelsior am Lido sitzt die Hollywood-Diva Marlene
Dietrich mit Josef von Sternberg, der sie als Regisseur von Der blaue
Engel zum Weltstar gemacht hat. Dann tritt ein ganz anderer
Ausnahmekünstler an den Tisch, stellt sich vor und beginnt einen charmanten
Smalltalk: der deutsche Schriftsteller Erich Maria Remarque, der mit seinem
Antikriegsroman Im Westen nichts Neues Weltruhm erlangt hat. Eintritt: 5,00 Euro / 3,00 Euro Reservierungen sind über das Literaturbüro
Westniedersachsen möglich: Tel: 0541 / 2027908; mail: LitOs-info@osnabrueck.de. Foto: Thomas Hüetlin, ©Joachim Gern Mittwoch, 19. Februar 2025, 19 Uhr (Eintritt
frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich):
Unbehaust.
»Calmeyers Sekretärin« Henriette Koppel-Hirsch Buchvorstellung
durch den Autor Karl Kassenbrock Karl
Kassenbrock beschreibt die besondere Verbindung des »Rassereferenten « beim
Reichskommissar der besetzten Niederlande, Hans Calmeyer, mit der deutschen
Jüdin Henriette Koppel-Hirsch (1914–1984), die von 1931 bis 1933 in seiner
Osnabrücker Anwaltskanzlei arbeitete. Während des Zweiten Weltkrieges
begegnet sie Hans Calmeyer in den Niederlanden wieder. Ab 1943 beginnt für
sie und ihre Familie ein Leidensweg durch nationalsozialistische Lager. Ihr
Überleben verdanken sie Personen, die aus gänzlich unterschiedlichen Motiven
handelten. Nach Kriegsende kommt es erneut zu Treffen zwischen Koppel-Hirsch
und Calmeyer…. Karl
Kassenbrock ist pensionierter Lehrer. Er veröffentlichte unter anderem Bücher
zur Geschichte eines mobilen KZ-Außenlagers und zum jüdischen
Rettungswiderstand in den Niederlanden. Angaben zum Buch: Karl Kassenbrock. Unbehaust. »Calmeyers Sekretärin« Henriette Koppel-Hirsch.
Göttingen: V&R unipress/Universitätsverlag
Osnabrück, 2025 (Schriften des Erich Maria Remarque-Archivs, Bd. 37), 126 Seiten, zahlr. Abb., 30,– € (ISBN 978-3-8471-1812-1). Donnerstag,
7. November 2024 bis Sonntag, 19. Januar 2025
Eine Ausstellung der Deutsch-Armenischen Gesellschaft
Die Ausstellung beinhaltet eindrückliche
Fotos der tragischen Ereignisse (u.a. aus dem Nachlass von Armin T. Wegner)
und Zeugnisse der Zerstörung armenischen Kulturguts. Ergänzt wird sie durch
Augenzeugenberichte der damaligen Ereignisse, so von Dr. Johannes Lepsius,
Friedensnobelpreisträger Fridtjof Nansen, den Botschaftern Hans von
Wangenheim und Henry Morgenthau, armenischen Deportierten und
Zwangsassimilierten. Konzept und Gestaltung: Dr. Katharina Berndt,
Giorgio Bavaj Eröffnung am Donnerstag, den 7.
November 2024, 19 Uhr, im Erich Maria Remarque-Friedenszentrum, Markt 6,
49074 Osnabrück. Einführung: Heinrich Geuther Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung
ist nicht erforderlich. Foto: „Flüchtlinge
auf dem Tauruspass“. Armin T. Wegner. „Die
Austreibung des armenischen Volkes in die Wüste. Ein Lichtbildvortrag“. ©
Wallstein Verlag Göttingen
Stadt Osnabrück am 23. Juni 2023
Sven Jürgensen im Gespräch mit Hans Peterse – Ein Rückblick Seit Anfang 2023 hat Dr. Sven Jürgensen kommissarisch
die Stelle des Direktors
des Erich-Maria-Remarque-Friedenszentrums in Osnabrück inne. Im Rahmen des VG-Treffs führte Hans Peterse am 28. März 2023 im Felix-Nussbaum-Haus ein
Gespräch mit Sven Jürgensen.
Neben Remarque
und Im Westen nichts
Neues kamen auch Felix Nussbaum, Daniel Libeskind (als Architekt
des Felix-Nussbaum-Hauses)
und Friedrich Vordemberge-Gildewart
zur Sprache. Als Leitpfaden für das Gespräch diente Sven Jürgensens
2022 erschienene große
Monografie Felix
TRaum.
Felix
Nussbaums
Bilder in Daniel Libeskinds
Räumen.
In diesem Werk
befasst
er sich mit der Wechselwirkung zwischen Nussbaums
Bilderwelt und der Architektur Libeskinds. Im Interview betonte Jürgensen,
dass Felix Nussbaum schon in der Anfangsphase seiner Karriere in Berlin
am Ende
der zwanziger
und Anfang der dreißiger
Jahre von Kollegen und Kritikern
als bedeutender Künstler
wahrgenommen wurde. In dieser Zeit
veröffentlichte Remarque seinen großen Roman
über den
Ersten Weltkrieg und feierte Vordemberge-Gildewart
erste Erfolge in Hannover und Paris.
Jürgensen plädierte dafür, Nussbaum, Remarque
und Vordemberge-Gildewart
(wie auch Hans Calmeyer)
nicht isoliert
voneinander zu betrachten,
sondern
die Querverbindungen (biografische wie gesellschaftliche)
zwischen ihnen auszuloten. Das Publikum hatte nach dem Gespräch Gelegenheit,
Fragen zu
stellen und mit
zu diskutieren. Nach der
Veranstaltung fand in der Lagerhalle ein Abendessen
mit Sven
Jürgensen
statt, wo die Gespräche fortgesetzt werden konnten.
»Vier Oscars für Neuverfilmung von Im
Westen nichts Neues«. In
der Nacht von Sonntag auf Montag, 12. auf 13. März, wurde die Neuverfilmung
des Antikriegsklassikers „Im Westen nichts Neues“ von Erich Maria Remarque
mit vier Oscars für beste Kamera, bester internationaler Film, bestes Production Design und beste Musik ausgezeichnet. Zuletzt
wurde 2007 ein deutscher Film – „Das Leben der Anderen“ – mit einem Oscar
ausgezeichnet. Die Freude über die Oscars ist auch in Remarques Heimatstadt
Osnabrück groß. Presse-Service.de., 9. März 2023 »Riesige
Medienresonanz auf Neuverfilmung von Im Westen nichts Neues«
»Die Nominierung im Jahr des 125. Geburtstages Remarques
regte auch das Interesse für seine Heimatstadt Osnabrück an, die Remarque in
seinen Romanen immer wieder als Kulisse genutzt hat, so auch in seinem Roman Im Westen nichts Neues, der ihn
weltberühmt gemacht hat«, erklärt Jürgensen. »Zahlreiche Journalisten wollten
wissen, wieviel Osnabrück in der Verfilmung steckt und was die Neuverfilmung
des Klassikers aller Antikriegsfilme für die Friedensstadt Osnabrück
bedeutet.« Im Gegensatz zum Roman, wo Osnabrück zwar beschrieben aber
namentlich nicht genannt wird, wird der Name der Stadt im neuen Film zweimal
genannt. Insofern hat der Regisseur Edward Berger durchaus berücksichtigt,
aus welcher Stadt der Autor der weltberühmten Vorlage kommt. Die
frühen Romane Remarques erstmals in Einzelausgaben
|
||||||||||||||
|
||||||||||||||
|
||||||||||||||
|
|
|
|
|
|
|
|
||||||||