Der Erich Maria Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück

 

Seit 1991 wird durch die Stadt Osnabrück der "Erich Maria Remarque-Friedenspreis" vergeben. Im Andenken an den Autor werden alle zwei Jahre belletristische, journalistische und wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit den Themen "innerer und äußerer Frieden" auseinandersetzen. Der erste Preisträger dieses Friedenspreises ist der Schriftsteller Lew Kopelew.

Richtlinien

Der Preis wird im Rahmen der Themen „Innerer und äußerer Frieden“ im weitesten Sinne verliehen (z.B. Krieg und Frieden, Abrüstung, Entspannung, Menschenrechte und Freiheitsrechte, Exil, Vertreibung, Asyl), entsprechend dem Motto Erich Maria Remarques:

 

Mein Thema ist der Mensch dieses Jahrhunderts – die Frage der Humanität.

 

Die Preisverleihung ist für Arbeiten in deutscher Sprache und für Arbeiten, die als Übersetzung in deutscher Sprache die Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland und anderen deutschsprachigen Ländern mitbestimmen, vorgesehen, und zwar für

 

Belletristik (Romane, andere Prosaformen, Lyrik, Drama) und für Filme

Journalistische Arbeiten in Zeitungen/Zeitschriften oder im Hörfung/Fernsehen (Serienpublikationen, Reportagen, Dokumentationen etc.; Fernseh-Features, Fernseh- oder Hörfunkbeiträge und –reihen, Dokumentarsendungen)

Allgemeinverständliche wissenschaftliche Darstellungen, Sachbücher, dokumentarische Arbeiten.

 

Der Preis kann darüber hinaus verliehen werden für

 

beispielhaftes Engagement für den Frieden.

 

Der Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis ist mit 25.000 € dotiert. Darüber hinaus kann auf Vorschlag der Jury ein Sonderpreis in Höhe von 5.000 € vergeben werden, der inhaltlich in Zusammenhang mit dem Hauptpreis stehen muss.

 

Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen (erstmalige Verleihung 1991).

 

Die Preisvergabe erfolgt durch die verbindliche Entscheidung der jeweils amtierenden Jury. Eine Eigenbewerbung ist nicht möglich. Die Jury ist jedoch berechtigt, Vorschläge von dritter Seite einzuholen.

Nach Möglichkeit sollen im Wechsel in einem Zeitraum von acht Jahren Arbeiten aus den vier genannten Bereichen berücksichtigt werden.

 

 

 

Die Preisträger (siehe auch www.osnabrueck.de)

 

Erich Maria Remarque-Friedenspreis

Sonderpreis

1991

 

 

Lew Kopelew

 

Anja Lundholm

1993

 

 

Hans Magnus Enzensberger

 

Dörte von Westernhagen

1995

 

 

Uri Avnery

 

Miljenko Jergović

1997

 

 

Ludvík Vaculík

 

 

Gemeinsame deutsch-tschechische Historikerkommission

1999

 

 

Huschang Golschiri

 

 

Gründungskommitee des Verbandes iranischer Schriftsteller

2001

 

 

Swetlana Alexijewitsch

Memorial. Internationale Gesellschaft für historische Aufklärung, Menschenrechte und soziale Fürsorge

2003

 

          

 

Dan Bar-On und Mahmud Darwisch

 

2005

 

 

Leoluca Orlando

 

Juri Andruchowytsch

2007

 

 

Tony Judt

 

Grigori Pasko

2009

 

 

Henning Mankell

 

Lukas Bärfuss

2011

 

 

Tahar Ben Jelloun

PRO ASYL

 

 

 

Die Ansprachen und Pressereaktionen können nachgelesen werden in der jeweils erschienenen Festschrift Erich Maria Remarque Friedenspreis der Stadt Osnabrück, erhältlich über:

 

Frau Claudia Glunz
Geschäftsstelle Erich Maria Remarque-Friedenspreis
c/o Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Markt 6
49074 Osnabrück

Tel.: ++49/541/969-2440

remarque-friedenspreis@web.de