Hans Magnus Enzensberger, Preisträger des
Remarque-Friedenspreises von 1993
Die
Jury hat dem Rat der Stadt Osnabrück vorgeschlagen, Herrn Dr. Hans Magnus
Enzensberger den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis des Jahres 1993 für sein
Gesamtwerk zu verleihen. Sie sieht ihn als einen "skeptischen
Aufklärer", der dem Zeitgeist immer um einen Schritt voraus ist und der
die "politische Alphabetisierung Deutschlands" kontinuierlich fortgeschrieben
hat. Mit seinem 1992 veröffentlichten historisch-politischen und
philosophisch-antropologischen Text Die große Wanderung, 33 Marksteine mit
einer Fußnote "Über einige Besonderheiten bei der Menschenjagd"
ist es Enzensberger gelungen, die - wie Rainer Wochele in der Stuttgarter
Zeitung formuliert hat - "oft enge, tagespolitische Perspektive der
Asylpolitik ins Historische zu weiten, Ursachen für Flucht, Wanderbewegung,
Emigration, Immigration und Fremdenhaß aufzuspüren".
(Erich Maria Remarque. Friedenspreis
der Stadt Osnabrück. Verleihung an Hans Magnus Enzensberger und Dörte von
Westernhagen 1993)
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